Mandantenbrief Steuer März 2016

1. Für alle (potentiellen) Immobilieninvestoren: Steuerliche Förderung von Mietwohnungsneubau

Wichtig für alle (potentiellen) Immobilieninvestoren: Positives zu haushaltnahen Steuerermäßigungen

Anfang Februar hat das Bundeskabinett einen Gesetzesentwurf zur steuerlichen Förderung des Mietwohnungsneubaus vom Stapel gelassen. Darin heißt es: Mit dem vorliegenden Gesetzentwurf setzt die Bundesregierung ihr Ziel einer Förderung des Mietwohnungsneubaus in Gebieten mit angespannter Wohnungslage um. Hintergrund sind die gestiegene Wohnungsnachfrage, steigende Mieten und steigende Kaufpreise in den deutschen Ballungsgebieten und die damit verbundenen und immer größer werdenden Schwierigkeiten, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Nur durch verstärkten Wohnungsneubau könne die Nachfrage, so der Gesetzentwurf der Bundesregierung, gedeckt werden. Zugleich muss gewährleistet sein, dass Wohnraum weiterhin auch für mittlere und untere Einkommensgruppen bezahlbar bleibt. Die Maßnahme will Investoren dazu animieren, sich verstärkt im preiswerten (Miet-)Wohnungsneubau zu engagieren.

Mit der so geplanten steuerlichen Förderung sollen die verschiedenen Maßnahmen der Bundesländer im Mietwohnungsneubau unterstützt werden und insbesondere Privatinvestoren zum Bau von preiswertem Wohnraum in besonders angespannten Gebieten angeregt werden. Diese Anregung soll über eine neu zu schaffende Sonderabschreibung für den Mietwohnungsneubau geschehen. Anders ausgedrückt: Die Bundesregierung winkt mit Steuervorteilen und setzt das Steuerrecht (mal wieder) als Lenkungsmittel ein.

Zu den Details der geplanten Maßnahme: Die geplante Sonderabschreibung soll im Jahr der Anschaffung oder Herstellung und im darauf folgenden Jahr bis zu 10 Prozent, im dritten Jahr bis zu 9 Prozent betragen. Allerdings sind dabei auch einschränkende Besonderheiten zu beachten.